Samstag, 27. Oktober 2007

Wenn da nur nicht der Taifun wäre...

Das wohl nervigste in diesem Land, direkt nach gesellschaftlichen Zwängen, idiotischen Regeln und Banken sind wohl die Taifune. So ein Lüftchen muss Japan nicht mal erreichen um wirklich störend zu sein, denn die Ausläufer verursachen in der Regel starken Regen. Und damit meine ich nicht wie in Deutschland mal 2-3 Stunden Regen sondern 2-3 Tage nahezu ununterbrochenen Regen und Feuchtigkeit. Wenn es nun auch noch heiss wäre, was es zum Glück nicht ist, wäre es wohl wirklich unerträglich.
So kommt es das es heute mal wieder Hunde und Katzen regnet und vermutlich wird es das morgen auch noch tun.

Die Universität auf der ich hier bin ist in Japan relativ bekannt was für Japaner immer besonders toll ist im Grunde aber nicht wirklich etwas über die Lehre hier aussagt. Wie dem auch sei die 3 wohl berühmtesten Universitäten sind auf Platz 1 die Tokio Universität die aus öffentlicher Hand finanziert wird und auf Platz 2 die Waseda und die Keio (auf der bin ich) Universität die beide private Universitäten sind. Es ist wohl unnütz zu erwähnen, dass die beiden Universitäten sich hassen, denn keine will die Dritte, oder die zweitbeste Private sein. Da die Japaner Baseball zu lieben scheinen gibt es jedes halbe Jahr ein Baseballspiel zwischen Keio und Waseda (早慶戦 : Sôkeisen), welches für die beiden Universitäten so wichtig ist, dass während des Spiels alle Kurse und Vorlesungen ausfallen. Das Spiel sind normalerweise 2 Spiele, das eine Samstags das andere Sonntags. Nun hat das ganze einen Haken... Eine Uni hat erst dann gewonnen wenn sie 2 Spiele in Reihe gewinnt. Gewinnen sie abwechselnd wird das Match am nächsten Tag fortgesetzt und es fallen natürlich wieder alle Kurse aus. Auf diese Art und Weise, so hat man mir gesagt, ist letztes Jahr eine ganze Woche Unterricht/Vorlesung ausgefallen. Da aber heute die Ausläufer eines oben erwähnten Taifuns über die Stadt fegen wurde das Spiel auf Montag verschoben was von Vorteil ist weil ich Montag mehr Unterricht habe als Samstag und somit auch mehr ausfällt... Natürlich nur wenn die Ausläufer des Taifuns da nicht immernoch am wüten sind.

Um Karten für das besagte Spiel zu verkaufen (Kostenpunkt 500 Yen = 3 Euro) haben am Mittwoch schonmal die Cheerleader beider Universitäten zusammen mit der Blaskapelle im Schulhof des Hauptcampus ordentlich die Werbetrommel gerührt. War ganz lustig... ich habe auch ein paar Bilder gemacht allerdings nur mit der Handykamera weswegen sie klein und schlecht sind. Aber besser als nichts:

Auf den Bilder zu sehen sind die Keio Cheerleader in Weiss. (Irgendwo im hintergrund die Waseda Cheerleader in rot) die männlichen Cheeleader/Tänzer/Wasauchimmer die gerade vor den weiblichen am Rumhüpfen sind und die Flaggen der beiden Universitäten. Die Blau-Rot gestreifte mit dem was wie ein gelbes Kreuz aussieht drauf ist die von Keio.



Samstag, 13. Oktober 2007

Der erste Monat

Nun ist auch schon der erste Monat rum. Morgen ist Samstag und ich habe Unterricht.. normal in Japan. Ist aber auch nicht schlimm, denn es ist ja nicht so als ob ich in den letzten Jahren meines Studiums ein Wochenende gehabt hätte. Das einzige was stört ist, dass ich schon um 6:30 aufstehen muss aber auch das werde ich überleben.
So im Allgemeinen gibt es eignetlich gar nicht so viel zu erzählen. Mein Leben geht normal weiter.. Ich arbeite, lerne, habe spaß und so weiter. Man lernt immer mal wieder Leute kennen und erstaunlicherweise auch Leute die zumindest ein paar Worte Deutsch sprechen. Ich habe es geschafft mir einen Professor anzulachen der mir 3 Unterrichtsstunden Einfürhung in sein Fachgebiet (Biosignal Processing) gibt. Leider hab ich die Registrierungsdeadline verpasst, so dass ich dafür keine Punkte bekomme aber es gibt schlimmeres. Immerhin gewinne ich einen neuen Einblick und ich freue mich auch schon. Der Japanischunterricht ist wie erwartet... der Lehrer spricht vor, die Schüler sprechen nach. Man lernt dabei zwar nicht die Struktur der Sprache aber immerhin die Konversation verbessert sich (Zum Glück hab ich die Struktur schon in Deutschland gelernt).
Nächste oder übernächste Woche besorge ich mir mal ein Handy und vielleicht eine Kamera, dann kann ich Bilder machen und sie online stellen... wenn alles klappt. Ich habe zum Glück einen japanischen Studenten getroffen der für ein halbes Jahr in Deutschland war und der mir beim Wirrwarr der japanischen Handy-Tarife helfen will. Naja Glück muss man haben.
Oh ausserdem habe ich eine japanische Austauschstudentin wieder getroffen die in Saarbrücken war und in meinem Wohnheim gewohnt hat. Der Eine oder Andere der das hier liest wird sich vielleicht noch an Yuka erinnern.
Ausserdem beginne ich langsam zu verstehen was die Leute um mich herum so reden. Zwar nur Bruchstückhaft aber doch immerhin etwas.
Wie dem auch sei.... ich lebe hier nicht anders als in Saarbrücken auch, von daher geht es mir gut und alles ist in Ordnung. Ich kann nur jedem empfehlen der Studiert irgendwann mal ein Auslandsjahr zu machen, das macht sich nicht nur gut im Lebenslauf, es ist auch einfach toll.