Ich habe hier bei mir im Wohnheim eine andere Deutsche Austauschstudentin kennengelernt, die mittels eines DAAD Stipendiums ebenfalls auf die gleiche Uni geht wie ich. Sie wurde auch auf einen vom DAAD veranstalteten "Deutschland<-->Japan"-Abend eingeladen und durfte noch ein paar Leute mitbringen. Sie hatte mich gefragt und ich bin daraufhin mit ihr heute Abend dort hin und es hat sich wirklich gelohnt. Im Mittelpunkt des Ganzen stand Ostasien-/Japanberichterstattung unterschiedlicher Medien ausserdem wurden einige Reportagen von Arte und der ARD über Japan gezeigt. Mal abgesehen von den Reportagen, der Podiumsdiskussion und dem (kostenlosen) Buffet mit (deutschem) Brot (!!!) war aber, dass ich mich mit zweien der Journalisten unterhalten konnte. Der eine war Lars Nicolaysen, der für die dpa in Japan recherchiert und der andere war Mario Schmidt der für die ARD z.B. Fernsehbeiträge über Japan zusammenstellt. Das Gespräch mit Herrn Nicolaysen war ein bisschen länger und auch sehr interessant, das Gespräch mit Herrn Schmidt hingegen war sehr kurz aber sehr ..gewissermaßen.. fruchtbar, denn Herr Schmidt gab mir seine Email Adresse und Telefonnummer und lud mich auf einen Kaffee ins ARD Studio nach Shibuya ein.
Hrhrhr.. wenn ich also nächsten Monat mal Zeit finde, dann werde ich mal schauen, dass ich mir hier mal die ARD anschaue und einen netten Plausch halte. :)
Samstag, 22. September 2007
Dienstag, 18. September 2007
Die erste Woche
So. Die erste Woche ist nun mehr oder minder vorbei. Ich habe lange nichts geschrieben, weil ich weder Lust noch Zeit dazu hatte. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn als ich letzten Dienstag hier ankam wars schätzungsweise 30 Grad, regnete in Strömen und die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass ich wohl mit Kiemen besser hätte atmen können. Die folgenden Tage der letzten Woche waren dann zum Teil kühl zum Teil heiss und auch ein bisschen feucht aber so schlimm wie am ersten Tag war es zum Glück nicht mehr. Dennoch war es in meinem Zimmer immer gut heiss, denn die Klimaanlage kostet viel Geld (-->Strom). Zum vergleich... pro Woche braucht man man etwa 1200 Yen für Wasser und Strom, das sind nach aktuellem Kurs umgerechnet 7,50€ und damit 30€ im Monat. Das ist etwa 1,5 mal so viel wie ich in Deutschland gebraucht habe.
Die meiste Zeit verbringt man also am Besten in den Flurküchen, denn da sind Klimaanlage und Strom ohnehin umsonst. Da gibts auch Fernseher und manche habe sich scheinbar sogar ne Playstation reingestellt. Das ganze hat aber dann auch wieder den Vorteil, dass man mit den ganzen anderen Austauschstudenten in Kontakt kommt und sich unterhalten und austauschen kann. Wir kochen auch öfters zusammen was sehr praktisch ist denn fertiges Essen ist in Japan schweineteuer. Die haben hier teilweise Preise wie 1€ für ne Banane.
Das Studentenwohnheim ist ansonsten ganz nett bis auf die Tatsache, dass man eigentlich nichts darf. Es dürfen grundsätzlich nur Leute hinein die Wohnhaft sind, Außenstehende dürfen nur mit Genehmigung des "Dormitory Managers", auf den komme ich auch noch gleich zu sprechen, überhaupt in die Flurküchen rein. Die einzelnen Zimmer sind absolut tabu! Übernachten dürfen bei einem grundsätzlich nur enge Verwandte wie Geschwister oder Eltern und auch nur 2 - natürlich nicht zur gleichen Zeit. Dafür muss man allerdings erst einen schriftlichen Antrag an das "International Center" der Universität stellen, die dir dann, wenn sie ihn genehmigen, eine Erlaubnis zurückschicken... das man sich nicht auch noch für den Toilettengang eine schriftliche Genehmigung besorgen muss grenzt an ein Wunder.
Ich wollte ja nun noch auf den "Dormitory Manager" zu sprechen kommen. Sein (Nach)name ist Ikeda weswegen er von allen in japanischer Manier Ikeda-san genannt wird. Mit ihm hatten wir (alle) wirklich Glück, denn er setzt zwar die Richtlinien des Wohnheims ordentlich durch, was er ja auch machen muss, aber dennoch ist er mehr oder minder der Papa des Wohnheims als der Manager. Neulich hatte ein Freund von mir hier ein Problem mit seinem neu erworbenen Handy(vertrag) und da ist Ikeda-san tatsächlich mit ihm zum Laden gegangen und hat die Verkäufer zur Sau gemacht. Geholfen hat es glaube ich nicht so viel, aber hey... findet mal in Deutschland nen Hausmeister der sowas macht. Hinzu kommt, dass er sich abends gerne zu uns gesellt und mit uns isst. Neulich hatte er (oder seine Frau?) auch Essen gemacht und wir haben alle zusammen gegessen.
Wenn ihr nun wissen wollt wie Japan aussieht... ich kann euch leider keine Bilder anbieten da ich (noch) keine Digitalkamera habe aber schaut euch einfach Animes an und denkt euch alles nochmal halb so groß. Das was hier an Wohnhäusern rumsteht würde sich bei uns manch einer als Gartenhaus neben den Komposthaufen stellen. Ok sie sind doch ein bisschen größer als unsere Gartenhäuser aber sie sehen so ähnlich aus - nein wirklich - viele Häuser hier sind aus Wellblech oder Holzplanken gebaut. Ist vermutlich auch gut so weil das bei Erdbeben elastischer ist. Die Gärten der Leute sind allerdings meist bedeutend schöner als jene, welche man bei uns zu Gesicht bekommt.
So und nun geht mein Post auch schon seinem Ende entgegen. Mir geht es gut und ich bin dabei mich mehr oder minder einzuleben. Das nächste Mal schreibe ich wenn ich wieder Lust dazu habe.. mal schauen wann das ist.
Die meiste Zeit verbringt man also am Besten in den Flurküchen, denn da sind Klimaanlage und Strom ohnehin umsonst. Da gibts auch Fernseher und manche habe sich scheinbar sogar ne Playstation reingestellt. Das ganze hat aber dann auch wieder den Vorteil, dass man mit den ganzen anderen Austauschstudenten in Kontakt kommt und sich unterhalten und austauschen kann. Wir kochen auch öfters zusammen was sehr praktisch ist denn fertiges Essen ist in Japan schweineteuer. Die haben hier teilweise Preise wie 1€ für ne Banane.
Das Studentenwohnheim ist ansonsten ganz nett bis auf die Tatsache, dass man eigentlich nichts darf. Es dürfen grundsätzlich nur Leute hinein die Wohnhaft sind, Außenstehende dürfen nur mit Genehmigung des "Dormitory Managers", auf den komme ich auch noch gleich zu sprechen, überhaupt in die Flurküchen rein. Die einzelnen Zimmer sind absolut tabu! Übernachten dürfen bei einem grundsätzlich nur enge Verwandte wie Geschwister oder Eltern und auch nur 2 - natürlich nicht zur gleichen Zeit. Dafür muss man allerdings erst einen schriftlichen Antrag an das "International Center" der Universität stellen, die dir dann, wenn sie ihn genehmigen, eine Erlaubnis zurückschicken... das man sich nicht auch noch für den Toilettengang eine schriftliche Genehmigung besorgen muss grenzt an ein Wunder.
Ich wollte ja nun noch auf den "Dormitory Manager" zu sprechen kommen. Sein (Nach)name ist Ikeda weswegen er von allen in japanischer Manier Ikeda-san genannt wird. Mit ihm hatten wir (alle) wirklich Glück, denn er setzt zwar die Richtlinien des Wohnheims ordentlich durch, was er ja auch machen muss, aber dennoch ist er mehr oder minder der Papa des Wohnheims als der Manager. Neulich hatte ein Freund von mir hier ein Problem mit seinem neu erworbenen Handy(vertrag) und da ist Ikeda-san tatsächlich mit ihm zum Laden gegangen und hat die Verkäufer zur Sau gemacht. Geholfen hat es glaube ich nicht so viel, aber hey... findet mal in Deutschland nen Hausmeister der sowas macht. Hinzu kommt, dass er sich abends gerne zu uns gesellt und mit uns isst. Neulich hatte er (oder seine Frau?) auch Essen gemacht und wir haben alle zusammen gegessen.
Wenn ihr nun wissen wollt wie Japan aussieht... ich kann euch leider keine Bilder anbieten da ich (noch) keine Digitalkamera habe aber schaut euch einfach Animes an und denkt euch alles nochmal halb so groß. Das was hier an Wohnhäusern rumsteht würde sich bei uns manch einer als Gartenhaus neben den Komposthaufen stellen. Ok sie sind doch ein bisschen größer als unsere Gartenhäuser aber sie sehen so ähnlich aus - nein wirklich - viele Häuser hier sind aus Wellblech oder Holzplanken gebaut. Ist vermutlich auch gut so weil das bei Erdbeben elastischer ist. Die Gärten der Leute sind allerdings meist bedeutend schöner als jene, welche man bei uns zu Gesicht bekommt.
So und nun geht mein Post auch schon seinem Ende entgegen. Mir geht es gut und ich bin dabei mich mehr oder minder einzuleben. Das nächste Mal schreibe ich wenn ich wieder Lust dazu habe.. mal schauen wann das ist.
Montag, 10. September 2007
Am Vorabend...
Heute ist der letzte Tag in Deutschland verstrichen und bald kommt meine letzte Nacht hier und um den Meisten die Frage vorweg zu nehmen: Nein ich bin nicht sonderlich aufgeregt. Oder um es in Relation zu setzen: Vor der letzten Klausur war ich um einen großen Faktor aufgeregter. Die Antwort auf das "Warum" ist banal: Es ändert sich nichts - im Endeffekt sieht alles nur ein bisschen anders aus, aber ansonsten wohne ich noch immer in einem Studentenwohnheim und ich gehe noch immer auf eine Uni.
Was den Flug angeht muss ich in Mailand umsteigen, glücklicherweise wird aber das Gepäck automatisch weitertransportiert. In Tokio muss ich dann erstmal schauen, dass ich nen Limousine Bus zum Yokohama City Air Terminal bekomme und da muss ich irgendwie zum Bahnhof kommen und dann zur Bahnstation in der Nähe meines Wohnheims weiterfahren. Von der Station aus dann darf ich zu Fuß weiterlaufen, oder mir ein Taxi besorgen aber ich denke ich werde laufen.
Bei meinem Glück wurde für morgen für Tokio/Yokohama Gewitter vorrausgesagt. Aber wer weiss... vielleicht ist das auch ganz gut so, denn sonst knallt die Sonne so stark. Es ist dort immerhin trotz Regen ca. 25°C gemeldet. Aber mal schauen...
Was den Flug angeht muss ich in Mailand umsteigen, glücklicherweise wird aber das Gepäck automatisch weitertransportiert. In Tokio muss ich dann erstmal schauen, dass ich nen Limousine Bus zum Yokohama City Air Terminal bekomme und da muss ich irgendwie zum Bahnhof kommen und dann zur Bahnstation in der Nähe meines Wohnheims weiterfahren. Von der Station aus dann darf ich zu Fuß weiterlaufen, oder mir ein Taxi besorgen aber ich denke ich werde laufen.
Bei meinem Glück wurde für morgen für Tokio/Yokohama Gewitter vorrausgesagt. Aber wer weiss... vielleicht ist das auch ganz gut so, denn sonst knallt die Sonne so stark. Es ist dort immerhin trotz Regen ca. 25°C gemeldet. Aber mal schauen...
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