Freitag, 24. August 2007

Langzeitvorbereitungen

Für einen längeren Aufenthalt muss man auch immer einiges an Langzeitvorbereitungen treffen.
Die alte Wohnung räumen...
Ausgeliehene Sachen zurückgeben...
Adressen ummelden...
Visum besorgen...
Konten im Ausland benutzbar machen (Homebanking)...
Bankkarten besorgen die lange genug gültig sind...
Zum Zahnarzt gehen um nicht im fremden Land plötzlich Zahnschmerzen zu bekommen...
Impfungen auffrischen und sich beim Hausarzt mal durchchecken lassen - man weiss ja nie...
Geld besorgen... eigentlich besonders wichtig, wenn man im Ausland ist und plötzlich der Kurs kippt kommt man ganz schön ins schwitzen wenn man das Geld nicht vorher getauscht hat.


Aber mit der Zeit und dem Fortschreiten der Vorbereitungen wird es stiller um einen selbst und das Gefühl der Veränderung macht sich breit, so wie immer wenn ein Abschnitt im Leben endet und ein neuer beginnt. Ein Gefühl wundervoller Losgelöstheit und zugleich melancholischen Rückblicks induziert durch eine Veränderung hin zum Ungewissen, die Essenz des Lebensprozesses.

Da fällt mir ein ... ich hab hunger...

Wie es dazu kam...

Eigentlich habe ich mir schon länger überlegt die japanische Sprache zu lernen was wohl an so einigen Details in meiner Kindheit liegt, nicht unbedingt daran, dass meine Eltern immer Mitsubishi gefahren sind, aber es gab doch schon einige Dinge die mich dafür prepariert haben. Ich hab dann während meinem Bachelorstudium tatsächlich angefangen Japanisch zu lernen, habe 4 Sprachekurse und 3 Kanji (die chinesischen Zeichen in der japanischen Sprache) -Kurse gemacht, aber ich habe recht schnell festgestellt, dass der einzige Weg die Sprache wirklich zu lernen ist nach Japan zu gehen. Also habe ich mich auf einen vom DAAD geführten bilateralen Austauscht zwischen der Universität des Saarlandes und Keio Universität (ziemlich bekannte Uni in Japan) beworben und wurde angenommen. Ich habe zwar kein Stipendium bekommen (sondern nur einen Gebührenfreiplatz) aber dank der Unterstützung durch meine Eltern (DANKE!!!) und meines gesparten Geldes kann ich mir das ganz gut leisten. Hinzu kommt das mein Bachelorstudium nun fast fertig ist, und ich dachte mir dass ich vor dem Masterstudiengang doch noch ein Auslandsjahr machen könnte. Zum einen um vom Turbulenten Studium auszuspannen und zum anderen um mir eine nette Zusatzqualifikation zu sichern - man muss sich ja später auch vermarkten.
Und nun ist es fast soweit...